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1778 auf der Heimreise von Paris

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Auf der Heimreise von Paris im Herbst 1778 machte Wolfgang Amadé Mozart an Weihnachten Station in Kaisheim, bevor er weiter nach München fuhr.

Auf der Heimreise von Paris – die Mutter war dort im Juli 1778 überraschend gestorben – lernte Mozart in Mannheim den Abt der Zisterzienser-Reichsabtei Kaisheim, Cölestin Angelsprugger (1726-1783), kennen, und da auch dieser eben im Begriff war, nach Hause zurückzukehren, lud er den jungen Mozart ein, gemeinsam zu reisen. Von Norden kommend durchquerte man das Ries, streifte WallersteinNördlingen und später Donauwörth und traf am 13. Dezember 1778 in Kaisheim ein. Abt Cölestin, dafür bekannt, Musik und Kunst sehr zugetan zu sein und „obwohlen er ein Pfaff und Prälat ist, ein recht liebenswürdiger Mann“, bot Mozart an, noch ein paar Tage länger sein Gast zu sein. Vater Leopold hatte seinem Sohn einen Abstecher nach Kaisheim schon im Jahr zuvor auf der Hinreise nach Paris empfohlen: „der H: ReichsPrelat in Kaysersheim würde dich für Musik auch gut beschenken dort habt ihr den Vortheil, der nicht klein ist, daß ihr für kost und trunck etc: nichts bezahlen därft, dann die WirthsConto reissen auch in den Beutl.“ Aus dem Plan wurde dann aber nichts, da der junge Mozart sich zu lange in Augsburg aufhielt und der Vater auf einer zügigen Weiterreise nach Oettingen-Wallerstein bestand. Bis Heiligabend 1778 war Mozart, der sich nach eigenem Bekunden „unter die claße seiner [Abt Cölestins] favoriten zählen“ durfte, im Kloster zu Gast, ehe er zusammen mit dem Abt über Neuburg nach München weiterfuhr.

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